Am Ende unseres Weihnachtsurlaubs verbringen wir ein paar Tage in Kampala und genießen Sachen, die es im Südsudan oder in Norduganda nicht gibt. Dazu gehören neben Käse und Eiscreme auch Museen.
So wollten wir heute die Nommo Gallery besuchen und ließen uns wie gewohnt von Google Maps dorthin führen. Kurz vor unserem Ziel standen wir allerdings vor einer vom Militär bewachten Schranke. Das sah eher nach der Zufahrt zu einer Kaserne als zu einem Museum aus. Deshalb wendeten wir und versuchten einen anderen Weg, der uns wieder zu einer ähnlichen Schranke führte. Nachdem uns das ein drittes Mal passiert war, fragten wir einen der wachhabenden Soldaten. Er bestätigte uns, dass hinter der Schranke die gesuchte Galerie liegt, empfahl uns aber, eine andere Zufahrt zu benutzen. Als wir dort einen Soldaten nach der Nommo Gallery fragten, wurden wir nach bestandener Sicherheitsüberprüfung („Was wollen Sie in der Galerie machen?“) tatsächlich durchgelassen und zum Museum begleitet.
Nachdem wir dort schöne und interessante Gemälde zeitgenössischer afrikanischer Künstler bestaunt hatten, erfuhren wir, dass sich der Amtssitz des ugandischen Präsidenten ganz in der Nähe befindet. Das also ist der Grund für die strenge Bewachung und die leider daraus resultierende niedrige Besucherzahl (laut Gästebuch waren wir heute Vormittag die einzigen Besucher).
