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Cassava

Cassava (Manyok)

Zum Mittagessen gab es heute Cassava-Puffer. Andi hat sie so ähnlich zubereitet wie deutsche Kartoffelpuffer. Da wir gestern auf dem Markt weder Kartoffeln noch Süßkartoffeln gefunden haben, mussten wir auf dieses Wurzelgemüse ausweichen, das im Deutschen auch unter dem Namen Maniok bekannt ist. Es hat etwas mehr Eigengeschmack als deutsche Kartoffeln (die hier „Irish“ genannt werden), hält sich allerdings nur eine Woche im Kühlschrank. Um es haltbarer zu machen, wird es gerne geschält, getrocknet und zu Mehl gemahlen.

Cassava ist im Südsudan so etwas wie ein Grundnahrungsmittel, und es gibt kaum jemanden, der nicht sein eigenes Cassava-Feld hat. Sogar unsere einheimischen Dozenten-Kolleginnen und -Kollegen erwirtschaften sich fast alle damit ein Nebeneinkommen. Eigentlich haben bei uns gerade die Semesterferien begonnen und die meisten von ihnen sind zu ihren Familien ins benachbarte Uganda gefahren. Doch zwischendurch schauen sie immer mal wieder hier vorbei, um sich um ihren Acker zu kümmern.